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Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth
Ob Gerhard Roth mit seiner Auffassung den Menschen zu einem blossen „neuronalen Wesen“ herabwürdigt, fragen vielleicht Skeptikerinnen und Skeptiker. Er selbst sagt in seinem sehr differenzierten Buch „Fühlen, Denken, Handeln“ (Suhrkamp 2001): Ich bin nicht dieser Meinung, glaube aber, dass die Kenntnis der neurobiologischen Mechanismen unabdingbar ist, um unser Fühlen, Denken und Handeln zu verstehen.“ – In seinem Referat zeigt Gerhard Roth auf, was das für sinnes- und mehrfachbehinderte Menschen und ihre Begleitpersonen bedeuten kann und welche Konsequenzen für unser professionelles Denken und Handeln gezogen werden können.
Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, geboren 1942 in Marburg/Lahn, studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft in Münster und Rom und promovierte sich in Philosophie. Außerdem studierte er Biologie in Münster und Berkeley/Kalifornien und promovierte sich in Zoologie.
Gerhard Roth ist Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen sowie Direktor am Institut für Hirnforschung an der Universität Bremen und Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs Delmenhorst. Außerdem ist er Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. Bisher sind von ihm rund 200 Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Neurobiologie und der Neurotheorie erschienen, darunter die Bücher "Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert", Suhrkamp, Frankfurt 2003 und "Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern", Klett-Cotta, Stuttgart 2007.
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